Sprechstunde

Wir bieten jeden 1. und 3. Montag im Monat von 19:00h bis 20:00h in der LC36 Einzelberatungen für Menschen an, die wegen ihres politischen Einsatzes für ein solidarisches Miteinander staatlicher Repression ausgesetzt sind. Wir bitten alle, die keine sofortige Hilfe brauchen, diese Termine wahrzunehmen.

Antirep-Café

Jeden 3. Montag im Monat veranstalten wir das Antirep-Café in der LC36 zusammen mit dem EA-Köln und den Demosanis. Nach einer kurzen inhaltlichen Veranstaltung wird Musik aufgelegt und bei Bier, Softdrinks oder Tee gequatscht und sich ausgetauscht.

Silvester zum Knast

Datum: 
Mittwoch, 31. Dezember 2014, 18:00h
Ort: 
Von: 
RH-Köln

... alle Jahre wieder ...

DIE MAUER MUSS WEG! ZWANGSANSTALTEN SPRENGEN! WIDERSTAND AUFBAUEN!

Silvester zur Knastmauer? Klar, wie jedes Jahr. Aber diesmal gibts was Besonders: Der Knast in Ossendorf soll bald abgerissen werden. Prima! Das könnten wir ja zusammen mit den Gefangenen feiern! Wenn die Knast­be­trei­ber nicht vor hätten, an der gleichen Stelle einen neuen Knast zu bauen. Und das heißt Reinvestitionen in das Weg­sperrsystem statt Abbau desselben. Statt alle Mauern wegzureißen besteht anscheinend das Vorhaben, mitten auf dem Gelände eine weitere Trennmauer zu errichten. Auf der einen Seite Abriss und Neubau, auf der anderen Seite Knastalltag unter erschwerten Bedingungen. Und das mindestens 10 Jahre lang. Der helle Wahnsinn! Dann steht er da, der Neubau, der in den folgenden Jahrzehnten noch besser überwachen und von der Außenwelt ab­grenzen soll.

Angeblich soll Knast ja auf diese Außenwelt vorbereiten. Das geschieht oft auf zynische Art und Weise, u.a. durch Zwang zur Arbeit, Sanktionen bei Arbeitsverweigerung, miese Arbeitsbedingungen, Abspeisung mit Taschengeld. Ja klar, das gibt es draußen auch mehr und mehr. Und sich solches gefallen zu lassen, dafür soll Knast die teils störrischen Außenseiter anpassen. So was nennt sich dann "Resozialisation". Doch seit einigen Monaten gibt es in deutschen Knästen Gefangene, die sich gegen diese repressiven "Erziehungsmaßnahmen" als Gefangenen­gewerk­schaft (GG/BO) organisieren.

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Gegen die Innenministerkonferenz 2014

Datum: 
Samstag, 6. Dezember 2014, 13:00h
Ort: 
Hohenzollernring (Friesenplatz)

Aufruf

Grenzen überwinden! PKK-Verbot aufheben!

Bei der regelmäßig stattfindenden Konferenz der Innenminister*innen der Länder und des Bundesinnenministeriums (IMK) werden die politischen Schwerpunkte der deutschen Innenpolitik festgeschrieben. Häufig lässt sich an den Beschlüssen der IMK ablesen, in welche Richtung sich die Innen- und Rechtspolitik des deutschen Staates entwickeln wird. In Köln wird neben Themen wie "organisierte Einbruchskriminalität", "Hooligan- und Ultragewalt" vor allem die deutsche Asylpolitik auf der Tagesordnung stehen.

Abschottung nach außen…

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Themen: 

Aufhebung des PKK-Verbots jetzt!

Am Dienstagabend sind in Hamburg und Celle Solidaritätskundgebungen mit der von der Eroberung bedrohten kurdischen Stadt Kobane von Salafisten gewaltsam angegriffen worden. Allein in Hamburg waren an den Angriffen ca. 400 Islamisten beteiligt.

Die Hamburger Polizei sprach sofort in bekannter totalitarismustheoretischer Diktion von "gewalttätigen Ausschreitungen rivalisierender Gruppen". Das Bundeskriminalamt (BKA) verortet in einer durch den "Spiegel" bekanntgewordenen Lageeinschätzung eine akute Gefahr nicht etwa in erster Linie bei den Anhänger*innen eines islamistischen Terrorstaats, sondern bei den Sympathisant*innen der kurdischen Befreiungsbewegung: "Gerade in Kreisen junger PKK-Anhänger sei bereits jetzt eine starke Emotionalisierung festzustellen, die eine ohnehin bestehende Gewaltbereitschaft weiterhin erhöht haben dürfte."

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Das Prinzip Solidarität

Datum: 
Montag, 29. September 2014, 19:30h
Ort: 
LC36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln)
Von: 
RH-Köln

Buchvorstellung mit Markus Mohr und Massimo Perinelli

Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD

Am 2. Juni 1967 wurde der Kommunarde Fritz Teufel in West-​Berlin bei den Protesten gegen den Besuch des persischen Diktators Shah Reza Pahlevi um 19.​59 Uhr inhaftiert. Danach gründete sich in der Stadt eine Rechtshilfe.

In Anlehnung an die gleichnamige Hilfsorganisation der KPD in der Weimarer Republik sollte sie sich zu Beginn der 70er Jahre in die Rote Hilfe transformieren. Etwa 100 Gruppen der Roten Hilfe in der Bundesrepublik und West-​Berlin organisierten in den 70er Jahren die Solidarität mit hunderten von Inhaftierten aus dem linken Spektrum und den von der staatlichen Repression Bedrohten. Das ist das Anliegen der auch heute noch existenten Roten Hilfe.

Eine Reihe von AutorInnen gibt in "Das Prinzip Solidarität - Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD" in zwei Bänden einen Einblick in die neuere Geschichte dieser vom Staatsapparat immer mal wieder verfolgten Organisation.

Der Herausgeber Markus Mohr wird das Buch vorstellen und der Autor Massimo Perinelli spricht über das Verhältnis der Roten Hilfe zu den sogenannten Gastarbeiterstreiks. Dabei stieß sie auf eine gesellschaftliche Dynamik, von der sie noch keinen Begriff hatte: der Rassismus.

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Die aktuelle Situation in der Ukraine

Datum: 
Montag, 25. August 2014, 18:30h
Ort: 
AZ Köln (Luxemburger Str. 93, Köln)
Von: 
RH-Köln
Information und Diskussion zur aktuellen Situation in der Ukraine - mit ukrainischen und russischen Antifaschist*innen

Auf Einladung der Roten Hilfe kommen antifaschistische Aktivist*innen unterschiedlichen Alters und von verschiedenen Gruppen aus der Ukraine und aus Russland nach Köln. In einem Diskussionsabend und mit einer Fotoausstellung berichten sie über die politische Situation der ukrainischen Linken seit dem Putsch Ende Februar 2014, den darauffolgenden Wahlen und dem Kriegszustand im Süden und Osten des Landes.

Ziel der Veranstaltung ist es, eine alternative Sichtweise sozialer Bewegungen aus den verschiedenen Landesteilen zur Diskussion zu stellen.

Hierzu erklärt Anton Kurtschinov, Mitglied der Delegation aus der Ukraine: "Wir sind eine politisch heterogene Gruppe unterschiedlichen Alters und setzen uns aus Gewerkschafter*innen, Friedensaktivist*innen und Mitgliedern linker Gruppen zusammen. Uns eint die Gegner*innenschaft zum Erstarken faschistischer Gruppierungen, deren Einflüsse bis in die nationalkonservative Regierung hinein reichen, und zum Kriegszustand in der Ukraine. Ein weiteres Ziel unserer Rundreise ist, auf die staatliche Repression, die uns als Linke aktuell widerfährt, aufmerksam zu machen und uns mit fortschrittlichen Kräften hierzulande zu vernetzen."

18:30h | Einlass, Eröffnung der Fotoausstellung
19:00h | Beginn der Veranstaltung

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Antirep-Café | Unterstützt die Gefangenengewerkschaft!

Datum: 
Montag, 21. Juli 2014, 19:00h
Ort: 
LC36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln)
Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Gefangenengewerkschaft

Am 22. Mai gründeten Gefangene in der JVA Tegel eine Gefangenengewerkschaft. Dies wurde sofort mit Repression und Einschüchterungsversuchen beantwortet. Dabei sind die zentralen Forderungen bisher bloß: Mindestlohn auch für Gefangene und Einbeziehung in die Rentenversicherung. Alles andere als utopisch!

In mehreren europäischen Länder, z.B. Italien und Österreich, ist das längst Realität. Nicht so hierzulande. In der Bundesrepublik gibt es ein Heer von Billiglöhner*innen. Die Gefangenen sind nur ein Teil von ihnen. Die Kapitalist*innen und die mit ihnen befreundeten Politiker*innen werden nicht müde, den Untergang des Abendlands heraufzubeschwören, wenn diese Menschen wenigstens den Mindestlohn erhalten.

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Antirep-Café | Halim Dener - gefoltert. geflüchtet. verboten. erschossen.

Datum: 
Montag, 16. Juni 2014, 19:00h
Ort: 
LC36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln)
Von: 
RH-Köln
Infoveranstaltung zur Kampagne und bundesweiten Demonstration "Halim Dener" am 21. Juni in Hannover.

In Kooperation mit Azadi e.V.

Vor 20 Jahren, am 30. Juni 1994 wurde der Aktivist Halim Dener von einem deutschen Polizisten in Hannover durch einen Schuss in den Rücken erschossen. Leben und Sterben Halim Deners waren geprägt von politischen Konflikten, die auch heute noch aktuell sind. Auf der Infoveranstaltung wollen wir an Halim Denir erinnern und die Kämpfe, die er geführt hat - der Kurdistankonflikt, Flucht & Migration und rassistische Polizeigewalt - in einen aktuellen Kontext setzen.

Halim floh 1994 nach Verhaftung und Folter durch die türkische Polizei aus seiner kurdischen Heimat. Damals zerstörte das türkische Militär 4000 Dörfer. Die BRD war und ist durch Waffenlieferungen und die militärische Zusammenarbeit im Rahmen der NATO-Partnerschaft aktiver Teil des Kurdistan-Konflikts.

Als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling kam er in die BRD. Hier war nach öffentlicher rassistischer Hetze und Pogromen an Flüchtlingen und Migrant*innen 1993 das Grundrecht auf Asyl durch Änderung des Grundgesetzes faktisch abgeschafft worden. Heute fliehen Menschen aus den Konfliktzonen, wie z.B. Syrien oder Libyen, um in Europa ihr Leben in Sicherheit weiterführen zu können. Flüchtlingen und Migrant*innen schlägt immer wieder, auch von Seiten der Behörden, blanker Rassismus entgegen.

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Antirep-Café | Vorratsdatenspeicherung

Datum: 
Montag, 19. Mai 2014, 19:00h
Ort: 
LC36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln)
Von: 
RH-Köln

2006 verabschiedete der Rat der EU mit Zustimmung fast aller Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung. In Deutschland setzte die große Koalition aus CDU, CSU und SPD die Richtlinie 2007 in nationales Recht um. 2010 erklärte das Bundesverfassungsgericht diese deutsche Fassung für verfassungswidrig und nichtig. Im April diesen Jahres hob schließlich der Europäische Gerichtshof die gesamte Richtlinie auf, weil sie gegen Grundrechte verstößt.

Beim Antirepressions-Café am 19. Mai wird ein Referent aus unseren Gruppen die bisherige Vorratsdatenspeicherung und die Urteile dazu vorstellen und die Frage stellen, ob damit nun keine Telekommunikationsdaten mehr gespeichert werden.

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Antirep-Café | Wegsperren um jeden Preis?

Datum: 
Montag, 17. Februar 2014, 19:00h
Ort: 
LC36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln)

Mit der verschärften Neuauflage des sogenannten Therapieunterbringungsgesetzes will die große Koalition nun die nachträgliche Sicherungsverwahrung durch die Hintertür wieder einführen. Damit wird es noch leichter, unliebsame Gefangene über ihre Haftzeit hinaus einzusperren.

Mit unserer Veranstaltung wollen wir ein deutliches Zeichen dagegen setzen.

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Ausstellung: Vermummt und gewaltbereit - Polizeigewalt in Deutschland

Das Vertrauen der Deutschen in die Polizei ist fast grenzenlos. Aus dem Global Trust Report der Gesellschaft für Konsumforschung geht hervor, dass die Polizei unter allen abgefragten Institutionen das meiste Vertrauen genießt. Im Dunkeln bleiben dabei die jährlich mehr als 2.000 angezeigten Fälle von Polizeigewalt in Deutschland.

Sie erscheinen als Ausnahme, sind jedoch tägliche Praxis, von der nicht nur Demonstrant*innen oder Fußballfans, sondern auch Menschen in ihrem normalen Lebensalltag betroffen sind. Polizist*innen überschreiten die Grenzen der Legalität systematisch, weiten diese aus und erhalten immer weiter reichende Befugnisse und effektivere Bewaffnung.

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