Ausstellung: Vermummt und gewaltbereit - Polizeigewalt in Deutschland

Das Vertrauen der Deutschen in die Polizei ist fast grenzenlos. Aus dem Global Trust Report der Gesellschaft für Konsumforschung geht hervor, dass die Polizei unter allen abgefragten Institutionen das meiste Vertrauen genießt. Im Dunkeln bleiben dabei die jährlich mehr als 2.000 angezeigten Fälle von Polizeigewalt in Deutschland.

Sie erscheinen als Ausnahme, sind jedoch tägliche Praxis, von der nicht nur Demonstrant*innen oder Fußballfans, sondern auch Menschen in ihrem normalen Lebensalltag betroffen sind. Polizist*innen überschreiten die Grenzen der Legalität systematisch, weiten diese aus und erhalten immer weiter reichende Befugnisse und effektivere Bewaffnung.

Die Ausstellung "Vermummt und gewaltbereit - Polizeigewalt in Deutschland" macht auf diese Praktiken mit großformatigen Bildern und prägnanten Informationstexten aufmerksam. Es geht um Zwangsräumungen, rassistische Polizeigewalt, Bewaffnungen und prominente Extremfälle wie der auf einer Münchner Polizeiwache misshandelten Teresa Z.

Anlässlich des Europäischen Polizeikongresses in Berlin konzipiert, ist die Ausstellung inzwischen auf Tour durch die gesamte Bundesrepublik. Nach Stationen beim Filmfestival "Globale" sowie an der Universität Hamburg und während der Blockupy Aktionstage in Frankfurt/Main, wird sie nun vom 17. bis zum 31. Januar im AZ Köln zu sehen sein. Das Rahmenprogramm bietet zudem mehrere Info- und Diskussionsveranstaltungen.

Programm:

Hier gibt es den Flyer mit Programm zur Ausstellung.

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